Chronik

FF Thaya seit 1879

Am 27. Februar 1879 beschloss der Gemeindeausschuss der Marktgemeinde Thaya, die Verantwortung über die Feuerspritze an Johann Zahnschirm und Josef Eberl zu übertragen.

Damit wurde das Feuerlöschwesen genauso wie seit 1849 organisiert, aber bereits kurze Zeit später, am 7. März 1879, beschloss der Gemeindeausschuss einstimmig, das in der Gemeinde Thaya eine Freiwillige Feuerwehr errichtet werden soll.

Unterschrieben ist dieser Beschluss von Bürgermeister Ignaz Fraysl und von Josef Loidolt, Johann Stoifl, Ignaz Stoifl, Georg Hauer, Josef Hauer, Lazarus Hanisch und dem Schriftführer Franz Bauer.

Rund drei Wochen später, am 27. März 1879, wurden die Satzungen und Dienstvorschriften zur Bildung der Feuerwehr vom Gemeindeausschuss der Marktgemeinde Thaya genehmigt und von Bürgermeister Ignaz Fraysl, Ignaz Eigl, Ignaz Stoifl, Josef Eberl, Josef Loidolt, Georg Hauer, Lazarus Hanisch, Leopold Rihs, Johann Stoifl, und Franz Bauer versehen.

Der erste Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Thaya war der Gemeindearzt Medizinalrat Josef Schönbauer. Auf seien Vorschlag hin wurde am 9. März 1879 beschlossen, das im Falle einer Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Thaya das Barvermögen dem Gemeindeausschuss, die noch zu übergebenden Requisiten jedoch der Gemeinde Thaya zufallen sollten.

Am 24. Mai 1879 richtete Bürgermeister Ignaz Fraysl ein Schreiben an die Wohllöbliche k.k Bezirkshauptmannschaft Waidhofen, diese geruhe, durch Vorlage und Einbegleitung dieses Ansuchens die Bewilligung zur Errichtung der Freiwilligen Feuerwehr Thaya und Genehmigung der Statuten hohenorts zu erwirken. Begründet wurde dieses Ersuchen mit dem Umstand, das sich auf den Aufruf der Gemeinde so viele Gemeindemitglieder (46) zum Beitritt meldeten, das eine Freiwillige Feuerwehr gehörig zu Stande gebracht werden konnte.

Dem Ersuchen der Gemeinde Thaya wurde innerhalb kurzer Zeit stattgegeben: am 20. Juni 1879 wurde durch Erlass der Statthalterei von Niederösterreich der Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Thaya genehmigt.

Obwohl jetzt alle rechtlichen Voraussetzunge gegeben waren, hatte die Gemeinde Thaya bis 12. Dezember 1879 die Feuerlöschrequisiten noch immer nicht an die Freiwillige Feuerwehr Thaya übergeben, obwohl diese Übergabe im §14 der Statuten vorgesehen war.

Der Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Thaya ersuchte um baldige Übergabe, jedenfalls noch im Dezember 1879, damit bis Anfang Jänner das Inventar festgestellt und geordnet und bei der im Jänner abzuhaltenden Jahresversammlung der Feuerwehr die einzelnen Requisiten den Vorständen zugeteilt werden können.

Am 14. August 1879 brannten in Weißenbach 12 Häuser. Die Freiwilligen Feuerwehr Thaya, Dobersberg und Kautzen bekämpften den Brand.

Ebenfalls am 12. Dezember 1879 schrieb der Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Thaya ein Gesuch an die löbliche Gemeindevertretung in Thaya um die unentgeltliche Zuweisung des Bauholzes für die Herstellung eines Steighauses, da dieses für die turnerische Ausbildung der Feuerwehrmänner unumgänglich notwendig sei und ohne dieses ein gutausgebildetes Feuerwehrcorps nicht gebildet werden könnte.

Da damals die Steigübungen für überaus wichtig gehalten wurden, existierten Steighäuser in Dobersberg, Speisendorf, Raabs, Heidenreichstein und Litschau.

Man bat die Gemeindevertretung um einen Platz im Orte oder doch nicht weit davon entfernt.

Unterschrieben ist das ansuchen vom Hauptmann Josef Schönbauer, seinem Stellvertreter Theodor Roth sowie den Ausschussmitgliedern Anton Müllner, Ignaz Kienast, Kajetan Schadenauer, Ignaz Popp, Leopold Rihs, Johann Bauer und Leopold Mayer.

Am 18. Dezember 1879 teilte Bürgermeister Leopld Hauer mit, das die Errichtung des Steighauses nicht bewilligt worden sei.

Trotz der Schwierigkeiten des Jahres 1879 ließen sich die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Thaya nicht entmutigen, und am 23. Mai 1881 wurde vom Gemeindeausschuss der Marktgemeinde Thaya ein neuerliches Ansuchen der Freiwilligen Feuerwehr wegen Erbauung eines Steighauses behandelt.

Es wurde beschlossen und einstimmig angenommen, das der Platz Holzergasse von der Hauer´schen Kapelle ausschließlich des vorbeiführenden Weges bis herein zu Holzers Scheuer, dann links bis zum Wege und rechts bis zum Abhang von Holzers Acker zur Aufstellung eines Steighauses der Feuerwehr überlassen und das Steighaus sofort aufgestellt werden kann.

Bei dem genannten Areal handelt es sich um den Platz gegenüber dem heutigen Hause Gartenzeile 40 (Dir. Haus Reisinger)
Damit war ein großer Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Thaya Wirklichkeit geworden.

Zeughaus und Spitalskapelle (1970/1689)

 

 

Einatzfahrzeuge: Opel-Blitz (1959), Landrover (1978)

 

 

Die Kommandanten der FF Thaya ab 1879

 

 

 

 

Kdt. Herbert Fida 2001-2008

 

 

 

Kdt. Roman Bartl 2008-2016



Kdt. Ullrich Andreas seit 2016

 

 

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